So entsteht ein Poster

1. Die erste Idee
Am Anfang steht die Idee. Was soll das Poster aussagen und welches Motiv soll das Poster haben? Meistens starte ich mit der Aussage und überlege mir daraus das Motiv. Manchmal ist es aber auch genau andersherum.

2. Die Skizze
Um die erste Idee zu prüfen und weiter zu entwickeln fertige ich eine Skizze an. Dabei bringe ich auch den Text in Stichworten ein. Manchmal wird die Skizze fast eins zu eins umgesetzt. Meistens jedoch kommen mit der Umsetzung viele neue Ideen hinzu.

3. Die Umsetzung
Nun beginnt die grafische Gestaltung auf einer leeren Powerpoint-Seite. Das weiße Blatt wird nach und nach bemalt. Dafür nutze ich fast ausschließlich die einfachen und jedermann zugänglichen Powerpoint-Werkzeuge. Die Textgestaltung findet fast immer am Schluss statt. Das obige Bild ist eine Zwischenversion eines Posters aus der Projektmanagement-Serie.

4. Die Reifung
Die Poster lagern nicht in einem Barrique-Fass und auch keine 12 Jahre. Aber jedes Poster muss nach Fertigstellung noch warten bis es in die Ausstellung darf. Sie müssen reifen, denn viele Dinge sieht man erst mit einem gewissen Abstand.

5. Die Optimierung
Nach der Reifephase bekommt ein Poster den letzten Schliff: Das Finishing. Hier werden die letzten Überarbeitungen und Korrekturen durchgeführt.

6. Die Publikation
Das fertige Poster im Powerpoint-Format muss nun noch in ein Bildformat überführt werden. Die hochauflösende Version geht in die Produktion. Eine Version mit sehr niedriger Auflösung wird ins Internet gestellt.

Dann fällt mir immer ein Zitat des amerikanischen
Malers Mark Rothko ein:
„Ein Bild lebt auf in Gesellschaft eines sensiblen Betrachters, in dessen Bewusstsein es sich entfaltet und wächst.
Die Reaktion des Betrachters kann aber auch tödlich sein.
Es ist daher ein riskantes und erbarmungsloses unterfangen, ein Bild in die Welt hinauszuschicken.“